Wie läuft die Vermessung ab?

  • Antragstellung

    Den Vermessungsantrag auf Grundstücksteilung kann der Grundstückseigentümer oder jemand, der ein berechtigtes Interesse (z. B. Käufer) nachweisen  kann und im Einvernehmen mit dem Grundstückseigentümer handelt (z. B.  Notar) stellen. Die Vermessung ist die katastertechnische Vorbereitung,  um die Grundstücke nachfolgend grundbuchrechtlich teilen zu können  (grundbuchliche Teilung).

    Bei der Festlegung der neuen Grenzen sind  den Beteiligten u. U. durch baurechtliche und öffentlich rechtliche  Bestimmungen (Hessische Bauordnung (HBO), Baugesetzbuch (BauGB)) etc.  gewisse Schranken gesetzt. Der/Die Teilungsverantwortliche(n),  insbesondere der/die Grundstückseigentümer sind dafür verantwortlich,  dass durch eine Teilung keine baurechtswidrigen Zustände entstehen.

     
  • Benachrichtigung zum Vermessungstermin

    Die von der Vermessung betroffenen Personen werden rechtzeitig zum Vermessungstermin benachrichtigt. Die geladenen Personen können sich vertreten lassen.
     
  • Vermessung vor Ort

    Die Mitarbeiter des Vermessungsbüros überprüfen in der Örtlichkeit zunächst die Umfangsgrenzen des Grundstücks. Erst dann können die neuen Grundstücksgrenzen festgelegt, abgesteckt und mit Grenzzeichen gekennzeichnet (abgemarkt) werden. Dabei sind die Mitarbeiter des Vermessungsbüros berechtigt, Grundstücke zu betreten oder zu befahren. Über die Abmarkung wird ein Protokoll/Niederschrift gefertigt, das den Beteiligten bzw. ihren Vertretern zur Kenntnis gegeben wird. Beteiligte, die nicht anwesend sind, erhalten vom Vermessungsbüro ebenfalls einen Bescheid/Niederschrift über die vorgenommenen Vermessungen mit Grenzen und Abmarkungen.
     
  • Ergebnis der Vermessung

    Aufgrund der Vermessung wird eine Fortführungsmitteilung, sog. Fortführungsnachweis (früher Veränderungsnachweis) erstellt, der die Veränderungen am Grundstück dokumentiert.
    Die Fortführungsmitteilung wird dem Notar übersandt und ist Grundlage für die notarielle Beurkundung. Nach der Bearbeitung durch den Notar kann das Grundbuchamt die Eigentumsumschreibung im Grundbuch eintragen
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